August-Holländer-Museum
Die Geschichte des modernen Emsdettens erleben
Wie wurde aus einem kleinen, landwirtschaftlich geprägten Dorf eine der bedeutendsten Textilstädte des Münsterlandes? Das August-Holländer-Museum erzählt die Geschichte eines tiefgreifenden Wandels, der Emsdetten bis heute prägt. Anhand historischer Maschinen, Dokumente und originaler Alltagsgegenstände wird die Entwicklung vom Handwerk zur Industrie anschaulich und lebendig vermittelt.
Das Museum zeigt nicht nur die Geschichte der Textilindustrie, sondern auch die Menschen dahinter: Weber, Fabrikarbeiterinnen, Unternehmerfamilien und all jene, die das Gesicht Emsdettens über Generationen hinweg geprägt haben.
Das erwartet dich
- Historische Hand- und Maschinenwebstühle
- Spannende Einblicke in die Entwicklung der Textilindustrie
- Zeitgenössische Maschinen, Werkzeuge und Dokumente
- Original eingerichtete Wohn- und Lebensräume
- Geschichte der Emsdettener Juteindustrie
- Stadtentwicklung vom Dorf zur Industriestadt
- Zeitstrahl der Emsdettener Textilunternehmen
- Zahlreiche Originalobjekte aus dem Alltag früherer Generationen
- Außerschulischer Lernort für Kinder und Jugendliche
Das August-Holländer-Museum in Bildern
Die Textilindustrie als Motor der Stadtentwicklung
Kaum ein Wirtschaftszweig hat Emsdetten so nachhaltig geprägt wie die Textilindustrie. Im August-Holländer-Museum wird sichtbar, wie aus den Heimarbeitsplätzen der Weber nach und nach moderne Fabriken entstanden. Historische Webstühle und Maschinen zeigen eindrucksvoll den technischen Fortschritt und die Veränderungen in der Arbeitswelt.
Ein wichtiger Meilenstein war die Anbindung Emsdettens an die Eisenbahn im Jahr 1856. Sie ermöglichte den schnelleren Transport von Rohstoffen und Waren und beschleunigte die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt erheblich. Besonders die Verarbeitung von Jute sorgte später für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Zeitweise stammten rund 40 Prozent der in Deutschland produzierten Juteerzeugnisse aus Emsdetten.
Alltag zwischen Fabrik und Familie
Neben der Industriegeschichte richtet das Museum den Blick auf die Lebenswelt der Menschen. Originale Einrichtungsgegenstände vermitteln anschaulich, wie Textilarbeiterfamilien Anfang des 20. Jahrhunderts lebten. Von der Küche über das Schlafzimmer bis hin zu Haushaltsgegenständen und Kleidung entsteht ein authentisches Bild des damaligen Alltags.
Besonders spannend sind die vielen Bezüge zur heutigen Stadt. Bekannte Familiennamen, Straßennamen und historische Villen begegnen Besucherinnen und Besuchern immer wieder und machen deutlich, wie eng die Geschichte der Textilindustrie mit dem heutigen Emsdetten verbunden ist.
Von der Sammlung zum Museum
Namensgeber des Museums ist August Holländer, der über viele Jahre Gegenstände und Zeugnisse der Emsdettener Heimatgeschichte sammelte. Seine private Sammlung bildete den Grundstein für das erste Stadtmuseum. Nach ersten Ausstellungen auf Hof Deitmar zog das Museum 1963 an seinen heutigen Standort und wurde seither kontinuierlich weiterentwickelt.

Unser Tipp
Das August-Holländer-Museum macht die Entwicklung Emsdettens vom Weberdorf zur Industriestadt anschaulich erlebbar. Besonders spannend wird der Besuch bei einer Führung des Heimatbundes: Dabei werden Maschinen, Geschichten und historische Zusammenhänge lebendig erklärt und viele bekannte Orte der heutigen Stadt in einen neuen Zusammenhang gesetzt.
Wende dich für eine Führung einfach direkt an den Heimatbund.
- Mühlenstraße 28, 48282 Emsdetten
- https://www.emsdetten.de/staticsite/staticsite.php?menuid=150&topmenu=32
- museen-emsdetten@web.de
- +49 (0)2572 941316
| Montag | geschlossen |
|---|---|
| Dienstag | geschlossen |
| Mittwoch | 15:00 - 18:00 |
| Donnerstag | 15:00 - 18:00 |
| Freitag | 15:00 - 18:00 |
| Samstag | 15:00 - 18:00 |
| Sonntag | 15:00 - 18:00 |
- Eintritt frei: 0,00 €









